Die Qualität von Merinowolle wird in erster Linie durch ihre Weichheit bestimmt, die von der Feinheit der Fasern abhängt. Die von uns beauftragte Spinnerei verlangt extrafeine Merinowolle (19,5 Mikrometer), die zu den feinsten kommerziell erhältlichen Qualitäten für Handfärber gehört. Dadurch entsteht ein luxuriös weiches Garn, das sich angenehm sanft auf der Haut anfühlt.
Es ist wichtig zu wissen, woher die Fasern stammen, und sicherzustellen, dass sie auf eine Weise gewonnen und verarbeitet werden, die weder den Tieren noch der Umwelt schadet. Die Spinnerei bezieht die Wolle von vertrauenswürdigen Lieferanten, die bewährte Verfahren in der Tierhaltung, im Umweltschutz und bei den Qualitätsstandards befolgen.
Die gesamte Wolle stammt von Hausschafen, niemals von Wildschafen, und wird ausschließlich durch Schur oder auf natürliche Weise abgestoßene Fasern gewonnen – bei diesem Prozess werden keine Tiere verletzt. Die verwendete Merinofaser ist als Wolle von nicht mulesierten Schafen zertifiziert. Der Großteil der 19,5-Mikrometer-Merinowolle stammt aus Australien, wo ein Aufpreis gezahlt wird, um die Zertifizierung als mulesingfrei sicherzustellen. Weitere Merinowolle kommt aus Südamerika, wo Mulesing aufgrund des Klimas nicht erforderlich ist. Die gesamte Beschaffung erfolgt von Farmen, die strenge Tierschutzstandards einhalten.
Für Superwash-Garne verwendet die Spinnerei das Hercosett-Verfahren, die am weitesten verbreitete Methode. Zwar bestehen Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen dieser Behandlung, doch die Spinnerei arbeitet ausschließlich mit Unternehmen zusammen, die nach ISO 14001 akkreditiert sind und/oder bewährte Verfahren im Umweltmanagement anwenden. Das bei der Verarbeitung anfallende Abwasser wird größtenteils wiederverwendet; das eingeleitete Abwasser muss strenge Umweltstandards erfüllen.